Montag, 4. Juni 2012

Sanitätsausstattung Fernspähtrupp / KSK

Jeder der sich etwas intensiver mit der Thematik Spezialkräfte beschäftigt, stößt früher oder später auf den Fakt, daß in solchen Einheiten ein gesteigerter Wert auf eine umfassende Sanitätsausbildung gelegt wird. Der „Sanitätslehrgang Spezialkräfte“ bildet dabei nur die Grundlage für alle Mitglieder eines entsprechenden Trupps, der Truppmedic wird nochmals tiefer geschult.
 
Um diese - zweifelsfrei intensive - Ausbildung nutzen zu können benötigt der Trupp natürlich auch die entsprechende Hardware.


Stand: Oktober 2007
 
Die SanAusstgFespähTrp ist eine Zusatzausstattung für Angehörige von Fernspähtrupps, Fernspähkommandotrupps sowie des Kommando Spezialkräfte zur Anwendung in Nothilfesituationen im Rahmen der Selbst- und Kameradenhilfe. Die hier vorgestellte Sanitätsausstattung entspricht dem momentan (Stand 02/06) verwendeten Pack. Natürlich beinhaltet das Pack auch Material welches dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt, bzw. anderweitig als „kritisch“ anzusehen ist. Solches Material haben wir nur als Darstellungsmittel nachgestellt.
 
Wie zu erwarten trägt die SanAusstgFeSpähTrp den personellen und operationellen Besonderheiten des Fernspäheinsatzes Rechnung. Enthalten ist sowohl Traumaausrüstung und Verbandmittel, als auch Medikamente für verschiedenste Beschwerden und Wehwehchen. Das Pack ist auf einen 4-Mann Trupp zugeschnitten und wiegt komplett 7,60 Kilogramm. Zu beachten ist jedoch, daß jedes Truppmitglied neben der BW-üblichen Ausstattung (Verbandpäckchen; Verbandpäcken Brandwunde, Dreiecktuch) nochmals eine Infusionslösung (NaCl 09%, 500 ml) sowie Infusionsbesteck in der 2nd Line mitführt.
 

     
Wie geschrieben bestimmen die operationellen Besonderheiten den Inhalt. Ein auf sich gestellter Trupp im feindlichen Hinterland benötigt natürlich spezifischere Ausrüstung als andere Einheiten. Schon kleine Wehwehchen können in diesem Umfeld fatale Auswirkungen auf den Operationsverlauf haben. Von den Truppmitgliedern wird höchste körperliche und geistige Beweglichkeit und Ausdauer verlangt — hier bleibt kein Platz für Erkältungen, Kopf- Gliederschmerzen. Ein verstauchter Fuß kann sich im Fernspäheinsatz zum Abbruchkriterium entwickeln, die hohen mitzuführenden Gewichte lassen keine Aussetzer zu. Nicht zu vergessen daß der Trupp für lange Zeit „im Dreck leben muß — kleine Verletzungen, z.B. Schnittwunden, können sich hier schnell entzünden. Ähnliche Probleme machen relativ „harmlose“ Magen-Darm Erkrankungen oder eine Bindehautentzündung. Einfache Krankheiten, welche sich im zivilen Umfeld recht problemlos behandeln lassen, sind unter diesen Umständen ein hoher Risikofaktor der den gesamten Operationsverlauf gefährden kann. Im Einsatz kann der erkrankte Kamerad nicht einfach „ersetzt“ oder „entlastet“ werden. Um so wichtiger also Krankheiten unmittelbar und möglichst effektiv bekämpfen zu können, bevor sich daraus negative Konsequenzen für den OP Verlauf einstellen.
 
        
Traumaausrüstung
1 EA Magensonde Größe 16

 
Ein dünner langer Schlauch aus Weichkunststoff mit Längenmarkierungen, z.B. zur effektiven Magenentleerung als Aspirationsprophylaxe vor Einleiten einer Narkose oder bei Vergiftungen.
 
1 EA Staubinde, Blutgefäß 3m x 6cm


Fünf Meter langes Band aus dehnungsarmen Gummi, zum Abbinden von Gliedmaßen, z.B. nach traumatischen Amputationen oder bei starken Blutungen bei denen ein Druckverband nicht mehr ausreicht.

1 EA Tracheoquick-Set

 
Set zur Durchführung eijer Tracheotomie. (Luftröhrenschnitt, operative Eröffnung der Trachea, meist als obere Tracheotomie, zum Einbringen einer Trachealkanüle) Das Set beinhaltet eine Trachealkanüle (eine in die Trachea eingeführte Kanüle zum Offenhalten des Tracheostomas; zur Beatmung werden meist Trachealkanülen aus Kunststoff mit aufblasbarem Cuff (zur Blockung), vergleichbar dem Endotrachealtubus verwendet), ein Skalpell, Zwei Mullagen (Verbandkompressen) sowie Nahtmaterial.

1 FA Tubus, naseopharyngeal (n. Wendl), Größe 28

 Ebenfalls aus der Klasse der Pharyngealtuben, jedoch zur Einführung durch die Nase bestimmt, daher auch die Bezeichnung Nasopharyngealtubus. Der Tubus ist aus einem relativ weichen Silikon gefertigt und existiert ebenfalls in verschiedenen Größen. Ein falsch eingelegter Tubus kann zu Verletzung u. Atemwegobstruktion führen bzw. Erbrechen auslösen.


1 EA Tubus, Rachen (n. Guedel) Gr. 4-5

 
Der Guedel Tubus gehört zur Klasse der Pharyngealtuben. Es handelt sich um einen gekrümmten Tubus für die kurzfristige lntubation zum Freihalten der Atemwege bei Bewusstlosen (evtl. auch zur Atemspende>. Da der Güdeltubus über den Mund eingeführt wird spricht man von einem Oropharyngealtubus, oder Rachentubus.  
Der Tubus existiert in verschiedenen Größen und ist aus einer stabilem Hartplastik gefertigt. Eine Intubation kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden, z.B. durch Zuschwellen der Atemwege aufgrund einer allergischen Reaktion oder durch Blockade der Atemwege im Zuge einer Zertrümmerung im Kopfbereich.


Instrumente / Untersuchung

1 EA Arterienklemme n. Kocher, gerade 140mm

 
Eine gerade Arterienklemme mit einer Länge von 14cm. Nicht nur zum Ursprungszweck — dem Fixieren oder Abklemmen eines Blutgefäßes, sondern auch zum Fixieren oder Spreizen von Hautlappen ect. geeignet.


10 EA Fingerling, Untersuchung


Was hier wie ein Minikondom aussieht ist ein Fingerling für Untersuchungszwecke. Wird immer dann verwandt, wenn ein ganzer Untersuchungshandschuh nicht notwendig ist, z.B. beim Auftragen von Salben in oder an Wunden, beim Untersuchen von Körperöffnungen u.s.w.

6 EA Handschuh, Untersuchung, unsteril, groß

 
Normale Untersuchungshandschuhe, wie sie mittlerweile auch in allen KFZ­Verbandkästen Plicht sind. Weniger zur Vermeidung einer Infektion des Medics, sondern zur Vermeidung der Verunreinigung von Wunden des Verletzten.

1 EA Pinzette, anatomisch

 
Ein schmales zangenartiges Instrument, existiert als anatomisch (stumpfe) od. chirurgische Pinzette. (mit Zähnen bzw. Haken) u. vielen Varianten (z. B. Ohrpinzette, Splitterpinzette).

1 EA Schere, chirurgisch

 
Spitze Schere in verschiedenen Formen.

1 EA Schere, Verband

 
Eine Verbandschere hat einen deutlichen Winkel und einen starken Griff. Gedacht zur Durchtrennung von Kleidung, Verbänden und auch in der Lage Autogurte zu zerschneiden. Durch die Nase an der abgerundeten Spitze ist es nicht möglich den Patienten versehentlich zu stechen, daher kann z.B. Kleidung schnell aufgeschnitten werden, z.B. ein Hosenbein bei einer Beinverletzung.
 
3 EA Skalpell, Einweg, Fig. 11
3 EA Skalpell, Einweg, Fig. 15


Skalpelle sind chirurgische Messer mit unterschiedlichen Klingenfomien für unterschiedliche Schnittarten.

1 EA Stethoskop


Bekanntes Gerät zur Auskulation (Abhorchen) von Körpertönen
 

Verbandmittel / Wundverschluß

2 EA Armtragetuch, Dreiecktuch olivgrün


Das klassische Dreiecktuch welches jeder BW Soldat am Mann hat. Praktisch als Verbandersatz, Stütze oder richtig gebunden als Behelfstrage zu verwenden (Tragering). Hier im Pack primär als Armtragetuch oder zum Abdecken der (meist weißen) Verbände.

5 EA Elastische Fixierbinde selbsthaftend 4m x 6cm

 
Diese Fixierbinde hat — wie schon der Name sagt — die Aufgabe Verbände oder Wundauflagen zu fixieren, also am Platz zu halten. Diese Binde besteht aus einem engen Netz und wurde mit elastischen Fäden verwebt, was eine Dehnung sowohl in der Länge, als auch Inder Breite erlaubt. Zudem haftet die Binde auf sich selbst, mit einer Art Klett-Technik.

2 EA Elasto Snoegg Binde 5m x 8cm

  
Eine klassische Binde, mit einer gewissen Elastizität, durch seine Breite zur Fixierung von großen Kompressen ect. geeignet.

1 EA Hansaplast, elastisch 50cm x 6cm


Dabei handelt es sich um einen 50cm langen Pflasterstreifen, der eine gewisse Elastizität hat und deshalb auch an Problemstellen relativ gut haftet. Die Pflaster sind natürlich vor der Anwendung dem Bedarf entsprechend abzuschneiden.

2 EA ldealbinde 2,5m x 8cm


Herkömmliche, unelastische Binde aus Baumwolle zur Herstellung eines einfachen Verbands.

1 PG Kompresse, Verbandschleier


Ein Verbandschleier — auch Schlauchverband oder Netzschlauch genannt — ist ein sehr elastischer Schlauch aus einem Netzgewebe, welcher Wundauflagen fixiert, ohne zu sehr einzuengen. Ideal geeignet wenn z.B. eine Kompresse nach dem Auftragen einer Salbe an Ort und Stelle bleiben soll.

1 EA Leukoplast 5m x 25cm


Leukoplast ist ein weißes Verbandpflaster um z.B. Binden zu fixieren, oder Kompressen direkt auf den Körper zu kleben.

 
1 EA Leukotape 10m x 3,75cm


Leukotape ist eine robustere Ausführung von Leukoplast, speziell zur Fixierung von Verbänden, auch in großflächiger Anwendung — sogenannter Leukotapeverband. 


6 EA Nahtmaterial, nichtabsorbierend. 3-0, 45cm mit 3/8 Rund-Nadel, schneidend


Nahtmaterial existiert in verschiedenen Ausführungen, als glatte od. geflochtene Fäden aus biol. (tierisch, pflanzlich) od. synthet. Materialien zum Anlegen einer chirurgischen Naht. Wesentliche, den Anwendungsbereich bestimmende Kriterien sind Reißfestigkeit, Dehnungsfähigkeit u. Elastizität, Durchmesser (Fadenstärke), Knotenfestigkeit u. Gewebeverträglichkeit. Es wird unterschieden zw. resorbierbarem (umgangssprachlich „sich auflösendem“) u. nicht resorbierbarem Nahtmaterial. Im Pack ist jeweils eine Rundnadel zur Ausführung der Naht. 

4 PG Sofra-Tüll 10x10cm, steril


Einfache Kompresse, steril, zur Wundauflage.

6 EA Verbandpäckchen 12m x 10cm


Dabei handelt es sich um die herkömmlichen Verbandpäckchen die jeder Bundeswehrsoldat am Mann haben sollte. Im Grunde eine Binde mit zwei angebrachten Wundauflagen (wobei eine verschiebbar ist.

3 EA Verbandpäckchen, Brandwunde


Auch hier handelt es sich um einen Teil der Standardausrüstung. Großflächige Wundauflage für Brandverletzungen, einseitig Silber beschichtet, auf der Wunde nicht haftend. 

3 BG Wundverschlußstreifen, steril, groß 12x102mm

 
Die praktische Alternative zum Nähen von Wunden. Wenn Wunden nicht unbedingt genäht werden müssen, können sie so einfach zusammengezogen und mit diesem „Pflaster“ fixiert werden.


Injektion / Infusion

5 EA Kanüle Injektion, einmal Gr. 1 (0,9x30mm)
5 EA Kanüle Injektion, einmal Gr. 12 (0,7x30mm)
5 EA Kanüle Injektion, einmal Gr. 16 (0,6x26mm)


Dabei handelt es sich um Kanülen für Spritzen mit verschiedenen Längen und Durchmessern. Sie sind nicht nur zum Spritzen geeignet, sondern auch zum oberflächlichen Punktieren von Haut (z.B. bei Blasen).
 
6 EA Porofix Kanülenpflaster 25x125mm


Kanülenpflaster sind Pflaster welche auf die Haut geklebt werden und einer Venenverweilkanüle (z.B. während einer Infusion) einige Stabilität verleihen. Damit sollte es möglich sein daß sich der Patient mit der Infusion bewegen kann ohne daß durch die Kanüle Verletzungen entstehen, oder diese sogar ausreißt.

10 EA Spritze, Injektion, einmal, 5ml

 
Spritze ohne Kanüle zur einmaligen Benutzung aus Kunststoff. Volumen bis zu 5ml. Zur Injektion von Medikamenten oder für die Blutentnahme.

1 EA Staubinde, Blutgefäß



Kleine Staubinde aus Gummiband und Plastikverschluß zum kurzzeitigen Abbinden z.B. eines Arms für das Beibringen einer Injektion.

4 EA Übertragungsgerät, druckfest, m. Kanüle (Infusionsbesteck)


Umständlicher Ausdruck für Infusionsbesteck, Zwischenstück zwischen Infusionskanüle und Infusion. Es besteht im wesentlichen aus einem dünnen Schlauch mit Einstechkanüle für die Infusion, sowie Anschlußstück für die Infusionskanüle. Über einen Schieberegler kann der Durchfluß reguliert werden.

1O EA Venenverweilkanüle, einmal, 1.5x45mm G17
5 EA Venenverweilkanüle, einmal, 1,7 x45mm G16

 
Infusionskanüle aus Silikon mit unterschiedlichen Durchmessern, zum Verbleib in der Vene während der Infusion. Ein Einwegeventil ermöglicht das zusätzliche Einbringen von Medikamenten per Spritze.


Sonstiges

2 EA Rettungsdecke, Isolier, Verletzte


Handelsübliche Rettungsdecke, 2-seitig beschichtet (Gold; Silber) zum Halten der Körperwärme oder zum Schutz gegen Wärmeeinfluß.


Medikamente, spritzbar

4 AM Adrenalin 1:10000 Fertigspritze (Mini-Jet)


Adrenalin, ein zu den Katecholaminen gehörender Neurotransmitter u. Hormon des Nebennierenmarks. Die Ausschüttung von Adrenalin wird durch Nervenimpulse über die Nebennieren angeregt. Bei Stress wird die Ausschüttung stark erhöht, das bewirkt eine rasche Bereitstellung von Energie durch Steigerung von Pulsfrequenz, Herzminutenvolumen u. systol. Blutdruck, Verminderung der Darmperistaltik, Erschlaffung der Bronchialmuskulatur, Erweiterung der Bronchien u. Pupiflen, Grundumsatzsteigerung durch Förderung des 02-Verbrauchs, Hyperglykämie durch Mobilisierung von Glykogen. Verwendung: bei anaphylaktischem Schock, Reanimation, als Zusatz zu Lokalanästhetika

5 AM Bupivacain 0,5% Ampulle 5ml


Bupivacain ist ein Lokalanästhetikum des Amidtyps. Bupivacain zeichnet sich durch besonders lange Wirkungsdauer (bis 400 Min) aus. Zur Verlängerung der Wirkungsdauer werden Vasokonstriktoren (z.B. Adrenalin) zugesetzt. 
Verwendung: zur Oberflächenanästhesie (Blockade der sensiblen Nervenfasern in Haut u. Schleimhäuten z. B. zur Ausschaltung des Würgreflexes vor lntubation, Bronchoskopie od. Gastroskopie); lnfiltrationsanästhesie (intra- od. subkutane bzw. intramuskuläre Umspritzung eines Operationsgebiets, sog. Feldblock) Leitungsanästhesie. (Blockierung einer gesamten Nervenleitung) 
Gegenanzeigen: keine Anwendung in Endarteriengebieten wie Zehen u. Fingern wegen der Gefahr von Gangränen
Nebenwirkungen: zentrale Erregung bis zu epileptiformen Krämpfen, hemmende Wirkungen am Herzen bis zum Herzstillstand, Hemmung des Atemzentrums bis zur Atemlähmung u. a.; allerg. Reaktionen.

5 ST Cefuroxim 1 ‚5g Trockensubstanz


 
Cefuroxim wird gegen bakterielle Infektionen eingesetzt. Es ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine. Diese Antibiotikagruppe tötet die Bakterien ab, indem sie verhindert, daß die Erreger eine schützende Außenhülle aufbauen.
Cefuroxim wird bei folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt: obere und untere Atemwege, Hals-Nase-Ohren, Niere und ableitende Harnwege, Haut und Weichteilgewebe.
Anwendungsgebiete: Bakterielle Infekte
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Cephalosporinen, gelegentlich auch gegen Penicilline
Nebenwirkungen: Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. starke Schwellungen, Rötungen und Juckreiz der Haut, Atemnot bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen und Schock. Blutbildveränderungen durch krankhafte Ab- oder Zunahme der roten und/oder weißen Blutkörperchenzahl, Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Unter Umständen wird das Gleichgewicht der Darm- und/oder Scheidenflora gestört. Die Anwendung von Präparaten, die dieses Gleichgewicht wiederherstellen, ist nach Therapieabschluss zu empfehlen. Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Durchfall. Allergische Hautreaktionen, wie Rötungen, Juckreiz und Schwellungen (Gelegentlich), Gelbsucht (Ikterus) 
Wechselwirkungen: Bei gleichzeitiger Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln kann es zu Blutungen kommen. Die schädliche Wirkung von Aminoglykosiden (ein anderer Antibiotikatyp) auf die Niere wird verstärkt.


10 AM Morphinsulfat, 10mg Ampulle
 
Morphin ist ein sehr starkes Schmerzmittel. Als Opiumabkömmling besetzt Morphin bestimmte Schmerzrezeptoren im Gehirn und Rückenmark (zentral wirksam). Es hemmt so die Wahrnehmung von Schmerzen, die Schmerzen werden nicht mehr als unangenehm empfunden. Gleichzeitig weist Morphin, wie alle anderen Opiate, folgende weitere Wirkungen auf: beruhigend, Beseitigung von Konflikt- und Angstgefühlen, Erhöhung der Stimmungslage (euphorisierend, Dämpfung des Atem- und Hustenzentrums (hustenreizstillend), brechreizauslösend durch Wirkung auf das Brechzentrum.
Besonders problematisch ist die hohe Gewöhnungsrate, die häufig Dosissteigerungen nötig macht. Eine korrekte Anwendung zur Schmerztherapie führt aber selten zu Abhängigkeit.
Anwendungsgebiete: Stärkste Schmerzen
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Morphin und seine Abkömmlinge, Abhängigkeit von Opioiden, entzündliche Darmerkrankungen, Epilepsie, Erkrankungen der Atemwege und des Atemzentrums, Gallenwegserkrankungen, Prostatavergrößerung
Nebenwirkungen: Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen. Stimmungsveränderungen, Wahrnehmungsstörungen, Abhängigkeitsentwicklung (geringe Gefahr bei richtiger Anwendung), Hemmung des Atemantriebs, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Gallenkolik, Blutdruckabfall, verlangsamter Herzschlag, Schwindel, Blasenentleerungsstörung
Wechselwirkungen: Zusammen mit anderen dämpfenden Medikamenten (andere im Gehirn wirksame Schmerzmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel) sowie mit Alkohol werden die Wirkungen und die Nebenwirkungen von Morphin verstärkt.
 
10 AM Narcanti 0,4mg Ampulle

Hebt die opioidinduzierten Dämpfungszustände einer Narkose oder lokalen Anästhesie ganz oder teilweise auf. 
Anwendung:  Zur Beendigung einer entsprechenden Betäubung oder bei akuter Opioid-Überdosierung.
Gegenanzeigen: Herzerkrankungen, Kammerflimmern, Lungenödem
Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen, Lungenödem, Schwinde, Erbrechen, Erhöhter Blutdruck, Epileptische Anfälle

10 AM Diazepam 10mg Ampulle

Diazepam, ein Benzodiazepin, gehört zur Gruppe der Schlaf- und Beruhigungsmittel und wird außerdem zur Behandlung von Krampfanfällen eingesetzt. Diazepam verstärkt die Wirkung eines Ciberträgerstoffs (Gamma-Amino-Buttersäure) im Gehirn, der die Gehirnaktivität dämpft. Dadurch wirkt das Medikament angstlösend und beruhigend aber auch krampflösend und muskelentspannend, kann so auch bei starken Krämpfen, wie epileptischen Anfällen oder Fieberkrämpfen angewendet werden.  
Anwendungsgebiete: Angst-, Erregungs- und Spannungszustände, Zur Beruhigung und Angstlösung vor Operationen oder Untersuchungen, Zustände mit erhöhter Muskelspannung (z.B. starke Krämpfe)
Gegenanzeigen: Akute Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall), Bekannte Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine, Erkrankung der Nerven, die sich in Bewegungsstörungen äußert (Ataxie), Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis), Medikamenten-, Drogen- und Alkoholabhängigkeit, Schwere Leberfunktionsstörungen, Vorsicht bei eingeschränkter Atemfunktion.
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Sehstörungen, Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, Gefühlsstarre, Unruhe, Schlafstörungen, Angst (vor allem bei Kindern und älteren Personen), Verminderte Atmung, Benommenheit. Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsetzen. Die langzeitige und hochdosierte Einnahme dieses Medikaments kann zu Abhängigkeit führen. Wird es plötzlich abgesetzt, treten Entzugserscheinungen mit Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Zittern, Schwitzen und die Gefahr von Gehirnkrämpfen auf.
Wechselwirkungen: Die Wirkung von anderen beruhigenden und Müdigkeit erzeugenden Medikamenten sowie von Alkohol wird verstärkt. Diazepam verstärkt außerdem die Wirkung von Schmerzmitteln und muskelentspannenden Medikamenten. Die Wirkung von Mitteln die auf das Herz-Kreislauf-System einwirken (blutdrucksenkende Mittel, Betablocker) und von gerinnungshemmenden Medikamenten kann in nicht vorhersehbarer Weise beeinflußt werden. Die Wirkung von Diazepam wird durch bestimmte magensäurehemmende Mittel (Cimetidin) verstärkt.

5 EA Ketanest 5ml / 50mg Fertigspritze (Mini-Jet)

 
Als analgetisches Anästhetikum entwickelt wird Ketamin wegen der starken Nebenwirkungen fast nur noch in Tiermedizin eingesetzt. Ausnahme ist die Anwendung in der Notfallmedizin. Hier wird Ketamin noch selten, jedoch meist unter der Beigabe von Schlafmitteln (um die halluzinogene Wirkung zu mildern), verabreicht. Im Vergleich zu herkömmlichen Narkosemitteln sind die körperlichen Reflexe trotz der starken schmerzlindernden Wirkung des Ketamins weiterhin aktiv. Das flüssige Ketamin wird in der Regel intravenös oder intramuskulär injiziert. Die Wirkung erfolgt bei intramuskulärer Injektion: nach ca. 2 Minuten, intravenöser Injektion: innerhalb von Sekunden. Der Patient kann noch während der Injektion ohnmächtig werden.
Nach einer kurzen Benommenheit, die bei hohen Dosen auch in eine Bewusstlosigkeit münden kann, folgen bis zu 2 Stunden Betäubung. Ketamin bewirkt eine Trennung von Psyche und Körperempfinden. Bei hohen Dosierungen können auch Nah-Tod-Erlebnisse auftreten. Wahrnehmungen aus der Umgebung werden nicht real aufgenommen sondern regen Halluzinationen an.
Anwendungen: Starke schmerzstillende Wirkung, daher Anwendung bei starken und stärksten Schmerzen
Nebenwirkungen: Blutdruck und Puls werden erhöht, erhöhter Speichelfluß, Kribbeln unter der Haut, Plötzliches übersteigertes Kälte- und Wärmeempfinden, Geschmacks- und Geruchssinn sind stark eingeschränkt, Akustik wird verzerrt wahrgenommen, Fähigkeit zu sprechen wird stark eingeschränkt, Verlust der Körperkontrolle, Krampfanfälle, Atemdepression, nach Abklingen der Wirkung: Schwächegefühl

5 AM Tavegil 5ml Ampulle

 
Der Wirkstoff Clemastin wird zur Behandlung allergischer Erkrankungen und stark juckender Hauterkrankungen eingesetzt. Clemastin ist ein H1-Antihistaminikum: Es blockiert im Gewebe gewisse Bindungsstellen für Histamin, die Histamin-H1-Rezeptoren. Histamin wird weiterhin freigesetzt, doch findet es nicht mehr genügend freie Bindungsstellen, um seine Wirkung auszuüben. Der Arzneistoff wirkt im Körpergewebe und im Gehirn - dort beeinflußt er nicht nur die Histamin-Wirkung, sondern auch die Wirkung anderer Botenstoffe. Daher können gelegentlich Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Mundtrockenheit auftreten. Clemastin stillt starken Juckreiz bei Nesselsucht, Neurodermitis und Windpocken, bei der Zuckerkrankheit oder nach Insektenstichen. Bei allergischen Erkrankungen lindert es zudem Symptome wie Rötungen und Schwellungen, tränende Augen, geschwollene Nasenschleimhäute, Niesen, Nasenfluss und Atemnot.
Anwendungsgebiete: Allergische Erkrankungen, Juckreiz
Gegenanzeigen: Engwinkelglaukom, Magenentleerungsstörung, Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Blasenentleerungsstörungen)
Nebenwirkungen: Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen (Gelegentlich), Magen-Darm-Beschwerden (Gelegentlich), Mundtrockenheit (Gelegentlich), Müdigkeit (Gelegentlich), Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsetzen.
Wechselwirkungen: Die Nebenwirkungen wie Benommenheit und Müdigkeit können durch die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten mit dämpfender Wirkung im Gehirn (Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Antidepressiva, Neuroleptika) und durch Alkohol verstärkt werden.

5 AM Physiologische Kochsalzlösung 0,9% 10ml


Eine mit dem Blutserum isotonische Kochsalzlösung mit einem Gehalt von 0,9% Natriumchlorid. 
Verwendung: zur Herstellung von Injektions- und Infusionslösungen sowie im Notfall als kurzfristiger, Volumenersatz bei hohem Blutverlust. In der geringen Menge (1Oml) pro Ampulle ist jedoch ausschließlich von der Herstellung von Injektionslösungen auszugehen.


Infusionen

2 BT Haes Steril 6% Infusionslösung 500ml

  
Hydroxyäthylstärke als Volumenersatz für eine Verbesserung des Kreislaufes und der Mikrozirkulation über einen Zeitraum von 3 -4 Stunden. 
Anwendung bei: Hypovolämie, Schock, therapeutische Blutverdünnung 
Nebenwirkungen: Juckreiz, allergische Reaktion, Gefahr der Volumenüberbelastung, Verlängerung der Blutungszeit
Gegenanzeigen: dekompensierte Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Hyperhydrationszustände, schwere Blutungsdefekte

4 BT Ringerlactat Infusionslösung 500ml


Auch bekannt als Ringerlösung. Eine Vollelektrolytlösung bzw. isotone Salzlösung (Natrium-, Kalium­u. Calciumchlorid). Im Gegensatz zur Ringer-Lösung vereint die Ringer-Laktat-Lösung zusätzlich Natriumlaktat u. evtl. Magnesiumchlorid. 
Verwendung: Primär als Volumenersatz bei starkem Blutverlust bzw. Trägerlösung (z. B. für kompatible Arzneimittel).



Medikamente, äusserlich

1 BT Jod-Polyvidon-Komplex Lösung, 120ml


Antiseptikum <Desinfektionslösung> mit komplex gebundenem Jod od. Iodid; Verwendung als Antiseptikum gegen Bakterien und Viren.
Gegenanzeigen: keine
Nebenwirkungen: Hautreizung möglich

1 Tu Jod-Polyvidon-Komplex Salbe, 20g

 
Antiseptikum <Desinfektionslösung> mit komplex gebundenem Jod od. Iodid; Verwendung als Antiseptikum gegen Bakterien und Viren.
Gegenanzeigen: keine
Nebenwirkungen: Hautreizung möglich

1 TU Fenistil Gel 20g

 
Der lnhaltsstoff Dimetinden ist ein Antiallergikum und bekämpft die äußeren Zeichen einer allergischen Reaktion. Man spricht von einem Antihistaminikum, da es das Gewebshormon Histamin von seinen Bindungssteilen (Rezeptoren> im Körper verdrängt und dadurch dessen Wirkung aufhebt. Histamin wird bei allergischen Reaktionen freigesetzt und bewirkt Juckreiz, Rötung, Schmerzen und Quaddelbildung (Nesselsucht) an der betroffenen Hautstelle. Durch das Auftragen von Dimetinden werden die Beschwerden gelindert.
Anwendungsgebiete: Hautausschläge verschiedenster Ursachen (Ekzeme). Mögliche Merkmale sind Rötung, Juckreiz, Schwellung, Schuppenbildung, Nässen, Bläschen oder Knötchen. lnsektenstiche, Juckreiz, Nesselatisschlag (Urticaria), Sonnenbrand, Verbrennungen. Nicht auf Schleimhäute (Auge, Nase, Mund, Darm, Scheide), offene Wunden oder stark entzündete Haut auftragen, nicht über längere Zeit großflächig auftragen. 
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Großflächige Anwendung bei Kindern, Hautentzündungen, offene Wundflächen
Nebenwirkungen: Hautreizungen, z.B. Rötung, Juckreiz, Wärmegefühl, Brennen, Schuppung, Austrocknung oder Quaddeln (Selten)
Wechselwirkungen: Keine Wechselwirkungen bekannt

1 TU Polyspectran Augen- Ohrensalbe


Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen des äußeren Auges, Mittelohrentzündung, Entzündungen des Gehörgangs. 
Gegenanzeigen: gleichzeitige Behandlung mit Antibiotika, Virus- Pilz- oder Tuberkulosebefall
Nebenwirkungen: keine bekannt

1 BT Otalgan Ohrentropfen 6g

 
Ohrentropfen zur Behandlung von Ohrenschmerzen, Mittelohrentzündung bzw. nach Trommelfellruptur.
Gegenanzeigen: Allergie gegen Pyrazolon
Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut

1 PG lnstillagel 10x11ml

 
Gel zur Schleimhautdesinfektion und zur Lokalanästhesie z.B. beim Legen eines Katheters oder Intubation. Wirkstoff: Lidocain
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit oder Allergie auf Lidocain
Nebenwirkungen:      Blutdruckabfall

1 TU Mycospor Creme


Der lnhaltsstoff Clotrimazol wird gegen Hautpilze eingesetzt. Er hemmt die Bildung der schützenden Außenhülle der Pilze und verhindert dadurch ihre weitere Vermehrung. Zusätzlich hat es eine leicht antibakterielle Wirkung. Wichtig ist, daß das Präparat ausreichend lange angewandt wird, damit die Infektion nicht gleich wieder aufflammt. 
Anwendungsgebiete: Fußpilz, Hautpilz, Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)
Gegenanzeigen: Keine Gegenanzeigen bekannt
Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (Gelegentlich)
Wechselwirkungen: Clotrimazol kann die Wirksamkeit von Polyen-Antibiotika vermindern (z.B. Nystatin, Amphotericin B).

1 BT Metamizol 50% Tropfen, 20ml

 
Metamizol wird bei mäßigen bis starken Schmerzen eingesetzt. Es hemmt ähnlich wie Paracetamol, die Bildung von Protaglandinen vorrangig im Gehirn und hat daher eine zuverlässige schmerzstillende Wirkung, aber kaum entzündungshemmende Eigenschaften. Da Metamizol auch krampflösend wirkt, kommt es auch bei starken Krämpfen im Magen-Darm-Trakt zum Einsatz.
Anwendungsgebiete: Fieber, Krampfartige Magen-Darm-Beschwerden (Kolik), mittlere bis starke Schmerzen
Gegenanzeigen: Angeborene oder erworbene Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffs (Porphyrie), Bekannte Oberempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff, Erblich bedingter Mangel an dem Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase, Säuglingen unter drei Monaten, Vorsicht bei Vorliegen einer Knochenmarksschädigung
Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz), Atemnot, Herzklopfen, Blutbildveränderungen (Selten), Blutdruckabfall (Selten). Bei bestehendem Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenpolypen und chronischen Atemwegserkrankungen kann der Wirkstoff einen Asthma-Anfall auslösen. Schüttelfrost und Fieber, Vorsicht ist geboten, wenn Erkrankungen vorliegen, bei denen eine Blutdruckerhöhung oder -verminderung vermieden werden sollte (z.B. nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei Flüssigkeitsmangel).
Wechselwirkungen: Metamizol kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen.

1 BT Metoclopramid Tropfen, 30ml


Metoclopramid ist ein Medikament aus der Gruppe der Dopamin-Antagonisten. Das bedeutet, dieser Wirkstoff besetzt die Bindungsstellen, die normalerweise von Dopamin, einem körpereigenen Botenstoff besetzt werden und verhindert so die Dopaminwirkung. Dopamin hat unter anderem den Effekt, Erbrechen auszulösen und den Weg von Medikamenten und Nahrung vom Magen in den Darm zu verlangsamen. Metoclopramid verbessert Bewegungsstörungen des oberen Magen-Darm-Traktes (Motilitätsstörungen>, z.B. bei Reizmagen, Sodbrennen, Refluxösophagitis. Außerdem lindert es Übelkeit und Erbrechen verschiedener Ursachen, z.B. bei Reiseübelkeit, Migräne, Arzneimittelunverträglichkeit, Leber- und Nierenerkrankungen oder Schädel- und Hirnverletzungen. Durch die Gabe von Metoclopramid wird auch die Wirkung von anderen Medikamenten (z.B. Schmerzmittel bei Migräne) beschleunigt. 
Anwendungsgebiete: Übelkeit, Erbrechen, Bewegungsstörungen (Motilitätsstörungen) des oberen Magen-Darm-Traktes, Reiseübelkeit
Gegenanzeigen: Bewegungsstörungen, die ihren Ursprung in einer bestimmten Region des Gehirns haben, (extrapyramidalmotorische Störungen), Darmdurchbruch und Blutungen im Magen-Darm-Bereich, Darmverschluß, Epilepsie, Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer, Kinder unter 14 Jahrenm Tumor, der das Hormon Adrenalin und/oder Noradrenalin produziert (Phäochromozytom), Tumor, der das Hormon Prolactin produziert. Prolactin fördert das Brustdrüsenwachstum.
Nebenwirkungen: Verstärkte Darmtätigkeit, Schwindel (Gelegentlich), Müdigkeit (Gelegentlich), Bewegungsstörungen (Sehr selten oder Einzelfälle), Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsetzen.
Wechselwirkungen: Metoclopramid kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Schlaf- und Beruhigungsmitteln und Psychopharmaka beschleunigen oder verstärken. Außerdem geht Metoclopramid mit vielen weiteren Medikamenten Wechselwirkungen ein.


Medikamente, oral

20 EA Imodium 2mg Kapsel

 
Der Wirkstoff Loperamid wird bei Durchfall eingesetzt. Er ist ein Opium-Abkömmling (Opioid). Es bindet an Opioid-Rezeptoren im Darm und hemmt dadurch die Darmbewegung (Peristaltik). Dadurch wird der Darm ruhig gestellt und der Durchfall gestoppt. Mit Loperamid wird also nicht die Ursache des Durchfalls behandelt sondern der Wasser- und Salzverlust gestoppt. Daher wird Loperamid erst dann angewendet, wenn die Ursache nicht oder nicht ausreichend bekämpft werden kann oder wenn man nur einen kurzen Zeitraum überbrücken muß.
Anwendungsgebiete: Durchfall (Diarrhoe)
Gegenanzeigen: Darmverschluß, Dickdarmentzündungen (z.B. Colitis ulcerosa), Durchfall mit Blut im Stuhl und Fieber, Verstopfung (Obstipation)
Nebenwirkungen: Mundtrockenheit und Beeinträchtigungen des Geschmackssinns, Schläfrigkeit und leichte Kopfschmerzen, Verstopfung (Obstipation), Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Hautausschläge (Selten)
Dieses Mittel ist sofort abzusetzen, wenn trotz Normalisierung des Stuhles andere Symptome (Z.B. Fieber> anhalten oder wenn bei akutem Durchfall innerhalb von 48 Stunden keine Besserung eintritt. Beim Auftreten von Verstopfung, Blähungen des Bauches oder bei beginnendem Darmverschluss sollten Sie dieses Medikament nicht einnehmen.
Wechselwirkungen: Wechselwirkungen sind möglich mit den Herzmitteln Chinidin und Verapamil, mit dem Anti­Pilzmittel Ketoconazol, sowie dem HIV-Präparat Ritonavir.

24 EA Metronidazol 400mg Tablette

 
Metronidazol hat eine abtötende Wirkung auf Erreger, die keinen Sauerstoff zum Leben benötigen (Anaerobier). Der Wirkstoff hemmt den Zellstoffwechsel der Bakterien und verhindert dadurch ihre weitere Vermehrung. Die Anwendung ist auf spezielle Erkrankungen beschränkt. 
Anwendungsgebiete: Bakterielle Infekte
Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff
Nebenwirkungen: Allergische Hautreaktionen, wie Rötungen, Juckreiz und Schwellungen, Wahrnehmungs- und Stimmungsbeeinträchtigungen, z.B. Depressionen, Euphorie, Verwirrungszustände, Halluzinationen und Albträume, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, Urinverfärbung, Erhöhte Neigung zu Krampfanfällen, Blutbildveränderungen, Geschmacksveränderungen, Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen ‚Schwindel. Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsetzen. Die Behandlungsdauer darf zehn Tage nicht überschreiten. Die Begrenzung der Therapiedauer ist erforderlich, weil sich eine Schädigung der menschlichen Keimzellen und eine Krebs erregende Wirkung nicht ausschließen läßt.
Wechselwirkungen: Es kommt zur Alkoholunverträglichkeit (z.B. Hautrötung im Kopf- und Nackenbereich, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel>. Schlaf- und Schmerzmittel schwächen die Wirkung ab. Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithium wird die Lithiumkonzentration erhöht. Die Wirkung von Mitteln zur Blutverdünnung kann verstärkt werden.

40 FA Paracetamol 500mg Tablette

 
Paracetamol wird bei leichten bis mittelstarken Schmerzen, Erkältungskrankheiten und Fieber eingesetzt. Es hemmt die Produktion von Prostaglandinen, und lindert so die entstehenden Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Paracetamol hemmt die Prostaglandin­Produktion vorrangig im Gehirn und weniger im Körpergewebe - es besitzt daher kaum entzündungshemmende Eigenschaften. Die fiebersenkende Wirkung kommt durch eine Beeinflussung des Temperaturregelzentrums im Gehirn zu Stande. 
Anwendungsgebiete: Fieber, leichte bis mittlere Schmerzen
Gegenanzeigen: Erblich bedingter Mangel an dem Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase, Leberfunktionsstörungen, Neugeborene, Nierenerkrankungen.
Nebenwirkungen: Nierenfunktionsstörung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Niereninsuffizienz) bei langfristiger Einnahme, Hautrötung (Selten), Herzklopfen (Sehr selten oder Einzelfälle), Übelkeit (Sehr selten oder Einzelfälle)
Wechselwirkungen: Die gleichzeitige Einnahme mancher Medikamente zur Behandlung der Epilepsie kann zu Leberschäden führen. Dies gilt auch für die gleichzeitige Einnahme von Alkohol. Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt bzw. abgeschwächt werden.

20 EA Lisino 10mg Tablette

 
Der Wirkstoff Loratadin wird zur Linderung der Beschwerden bei allergischem Schnupfen, allergischen Hauterkrankungen und Neurodemiitis eingesetzt. Loratadin ist ein H1-Antihistaminikum: Es blockiert im Gewebe spezielle Bindungsstellen für Histamin, die Histamin-H1-Rezeptoren. Histamin wird weiterhin freigesetzt, doch findet es nicht mehr genügend freie Bindungsstellen, um seine Wirkung auszuüben. Loratadin verringert aber auch die Freisetzung von Histamin und Leukotrienen, und besitzt so zusätzliche entzündungshemmende Eigenschaften. Loratadin bessert typische Allergie-Symptome wie Rötung und Juckreiz, tränende Augen, geschwollene Nasenschleimhäute, Niesen und Nasenfluss. Der Arzneistoff hat nicht den beruhigenden und dämpfenden Effekt vieler anderer Antihistaminika - er gelangt nicht in das Gehirn, sondern wirkt nur im übrigen Körper.
Anwendungsgebiete: Allergischer Schnupfen (z.B. Heuschnupfen), Nesselausschlag (Urticaria), Neurodermitis 
Gegenanzeigen: Kinder unter zwei Jahren
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Mundtrockenheit (Gelegentlich), Beeinträchtigung der Leberfunktion (Sehr selten oder Einzelfälle), Haarausfall (Sehr selten oder Einzelfälle)
Wechselwirkungen: Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bisher nicht bekannt. Da jedoch nicht alle Wechselwirkungen erforscht sind, sollte es mit Vorsicht angewendet werden.

30 EA Ciprobay 250mg Tablette

 
Ciprofloxacin wird gegen bakterielle Infektionen eingesetzt. Es ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorochinolone, auch Gyrase-Hemmer genannt. Diese Antibiotikagruppe tötet die Bakterien ab, indem sie die Gyrase blockiert, einen für die Vermehrung wichtigen Eiweißsstoff. Ciprofloxacin wird bei folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt: obere und untere Atemwege, Hals-Nase-Ohren, Augen, Geschlechtsorgane, Magen-Darm-Galle, Niere und ableitende Harnwege, Haut und Weichteilgewebe, Knochen und Gelenke, Blutvergiftung, Milzbrand. 
Anwendungsgebiete: Bakterielle Infekte
Gegenanzeigen: Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter, Vorsicht bei Patienten mit bekannten Krampfanfällen in der Vorgeschichte
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge (Selten), Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Sehr selten oder Einzelfälle). Antibiotika müssen über den gesamten Zeitraum angewendet werden, auch wenn sich der Patient bereits wieder gesund und leistungsfähig fühlt. Werden die Medikamente zu früh abgesetzt, können Restkeime überleben, die zu einem erneuten Ausbruch der Krankheit führen. Diese Keime sind dann aber möglicherweise gegen das Antibiotikum unempfindlich (resistent) geworden und damit schwerer zu behandeln. Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsenken. Während der Behandlung sollten ausgiebige Sonnenbäder und Solarien gemieden werden.
Wechselwirkungen: Antibiotika schädigen die Darmflora und vermindern dadurch die Aufnahme von Arzneistoffen in den Körper. Die Wirkung von Medikamenten zur Empfängnisverhütung läßt während einer Antibiotika-Behandlung möglicherweise nach. Zwischen der Einnahme von Ciprofloxacin und Medikamenten mit Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium oder Aluminium sollen mindestens vier Stunden verstreichen. Das Gleiche gilt für Milch und flüssige Milchprodukte wie Joghurt.
Auf die gleichzeitige Einnahme von koffeinhaltigen Schmerzmitteln oder Erkältungsmedikamenten und auf den Genuß von Kaffee sollte verzichtet werden. Unter der Behandlung können Sehnenentzündungen und Sehnenrisse auftreten. Bei den ersten Anzeichen von Entzündung und Schmerz soll das Medikament abgesetzt und die betroffenen Gliedmaßen ruhiggestellt werden.
Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden.

20 EA Diazepam 10mg Tablette


Diazepam, ein Benzodiazepin, gehört zur Gruppe der Schlaf- und Beruhigungsmittel und wird außerdem zur Behandlung von Krampfanfällen eingesetzt. Diazepam verstärkt die Wirkung eines Ciberträgerstoffs (Gamma-Amino-Buttersäure) im Gehirn, der die Gehirnaktivität dämpft. Dadurch wirkt das Medikament angstlösend und beruhigend aber auch krampflösend und muskelentspannend, kann so auch bei starken Krämpfen, wie epileptischen Anfällen oder Fieberkrämpfen angewendet werden.  
Anwendungsgebiete: Angst-, Erregungs- und Spannungszustände, Zur Beruhigung und Angstlösung vor Operationen oder Untersuchungen, Zustände mit erhöhter Muskelspannung (z.B. starke Krämpfe)
Gegenanzeigen: Akute Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall), Bekannte Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine, Erkrankung der Nerven, die sich in Bewegungsstörungen äußert (Ataxie), Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis), Medikamenten-, Drogen- und Alkoholabhängigkeit, Schwere Leberfunktionsstörungen, Vorsicht bei eingeschränkter Atemfunktion.
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Sehstörungen, Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, Gefühlsstarre, Unruhe, Schlafstörungen, Angst (vor allem bei Kindern und älteren Personen), Verminderte Atmung, Benommenheit. Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsetzen. Die langzeitige und hochdosierte Einnahme dieses Medikaments kann zu Abhängigkeit führen. Wird es plötzlich abgesetzt, treten Entzugserscheinungen mit Schlafstörungen, Unruhe, Angst, Zittern, Schwitzen und die Gefahr von Gehirnkrämpfen auf.
Wechselwirkungen: Die Wirkung von anderen beruhigenden und Müdigkeit erzeugenden Medikamenten sowie von Alkohol wird verstärkt. Diazepam verstärkt außerdem die Wirkung von Schmerzmitteln und muskelentspannenden Medikamenten. Die Wirkung von Mitteln die auf das Herz-Kreislauf-System einwirken (blutdrucksenkende Mittel, Betablocker) und von gerinnungshemmenden Medikamenten kann in nicht vorhersehbarer Weise beeinflußt werden. Die Wirkung von Diazepam wird durch bestimmte magensäurehemmende Mittel (Cimetidin) verstärkt.

40 EA Diclofenac 50mg Dragee

 
Diclofenac ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID) und wird bei Entzündungen und Schmerzen eingesetzt. Diclofenac hemmt die Produktion von Prostaglandinen, wichtigen Botenstoffen bei der Auslösung von Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Es wirkt entzündungshemmend, abschwellend und schmerzstillend. Über die Beeinflussung des Temperaturregelzentrums im Gehirn hat Diclofenac außerdem eine fiebersenkende Wirkung. 
Anwendungsgebiete: Abnutzungsbedingte Gelenkerkrankung (Arthrose), Entzündungen von Gelenken, Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln, Gicht, Morbus Bechterew, Rheuma (rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis), Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen 
Gegenanzeigen: Akute Blutungen, Akute Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, Kinder unter sechs Jahren, Neigung zu Blutungen, Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Unverträglichkeit von Schmerzmedikamenten aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID)
Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden. Unter anderem können auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Durchfall. Blutungen der Magenschleimhaut, Blutarmut (Anämie), Magen-Darm-Geschwüre (Gelegentlich), Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) (Gelegentlich). Vorsicht ist geboten wenn regelmäßig blutgerinnungshemmende Mittel eingenommen werden, da ihre Wirkung verstärkt werden kann. Dieses Arzneimittel kann auch bei bestirnmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsetzen. 
Wechselwirkungen: Bei Medikamenten mit ähnlicher Wirkung wird das Risiko der Nebenwirkungen deutlich erhöht. Diclofenac kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen.

20 EA Doxycyclin 100mg Tablette

 
Doxycyclin wird gegen bakterielle Infektionen eingesetzt. Es ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tetracycline. Es hemmt Eiweißstoffe der Bakterien ohne die sie sich nicht vermehren können. Vor einer Behandlung mit Antibiotika sollte zuerst festgestellt werden, ob die Infektion wirklich bakteriell bedingt ist, und welcher genaue Bakterientyp der Verursacher ist. Einerseits wirkt jedes Antibiotikum nur gegen ganz bestimmte Bakterien, andererseits sind viele Bakterien bereits gegen Antibiotika unempfindlich (resistent), da sie in der Vergangenheit häufig falsch eingesetzt wurden. Nur wenn man das Ergebnis der Bakterienbestimmung nicht abwarten kann, weil z.B. gefährliche Komplikationen zu erwarten sind, kann es sinnvoll sein schon vorab ein Antibiotikum zu nehmen, das gegen viele verschiedene Bakterien wirkt (Breitspektrumantibiotika). Doxycyclin wird bei folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt: obere und untere Atemwege, Hals-Nase-Ohren, Urogenitaltrakt (Chlamydien), Haut und Weichteilgewebe (Akne, Rosacea, Borreliose), Magen-Darm-Galle.
Anwendungsgebiete: Bakterielle Infekte
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Tetracycline, Nierenfunktionsstörungen, Schwere Leberfunktionsstörungen
Nebenwirkungen: Blähungen, Überempfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht (Photosensibilität), Bei Kindern Verfärbungen der Zähne und Schädigung des Zahnschmelzes, Verfärbungen der Zähne, Zunge, Knochen und der Schilddrüse, Fettstuhl, Magen-Darmbeschwerden, wie Ubelkeit, Erbrechen und Durchfall, Allergische Hautreaktionen, wie Rötungen, Juckreiz und Schwellungen (Gelegentlich), Atembeschwerden, Atemnot bei Überempfindlichkeit (Selten), Leberentzündung oder akutes Leber- und Nierenversagen (Sehr selten oder Einzelfälle), Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen stark herabsetzen. Bei Kindern unter acht Jahren nur bei lebensbedrohlichen Erkrankungen. Es sollten keine Sonnenbäder während der Behandlung genommen werden, da erhöhte Sensibilität auf Sonnenlicht besteht.
Wechselwirkungen: Es gibt Mittel, deren gleichzeitige Einnahme die Aufnahme des Wirkstoffes vermindert, wie zum Beispiel Milch und Milchprodukte, Eisensalze, Aktivkohle, Säurebinder. Die Sicherheit von empfängnisverhütenden Mittel kann beeinträchtigt werden. Die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika kann verstärkt werden. Bestimmte Klassen von Medikamenten wie zum Beispiel Schlaf- und Schmerzmittel sowie Alkohol können die Wirkung beeinträchtigen. Die Plasmakonzentration von Digitalispräparaten kann erhöht werden und zu Vergiftungserscheinungen führen.

10 EA Elotrans Pulver Beutel

 
Bei schweren Durchfallerkrankungen verliert der Körper neben Flüssigkeit auch wichtige Salze. Um ein Austrocknen und starke Salzverluste zu verhindern, ist daher ein Ersatz dieser Stoffe die wichtigste Maßnahme bei schweren Durchfallerkrankungen. Die Zusammensetzung dieses Medikaments aus Traubenzucker, Kochsalz, Kalium- und Natriumcitrat ist auf die Bedürfnisse des Körpers in diesem Fall genau abgestimmt. Das Pulver muss genau in der angegebenen Menge Flüssigkeit aufgelöst werden. Je nach Flüssigkeitverlust sollte die Lösung mehrmals täglich eingenommen werden.
Anwendungsgebiete: Durchfall (Diarrhoe)
Gegenanzeigen: Nierenfunktionsstörung, Verschiebung des Säuregehalts im Körper in den basischen Bereich auf Grund unterschiedlicher Ursachen
Nebenwirkungen: Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Wechselwirkungen: Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu erwarten.
 
10 EA Codipront mono Kapsel


Codein wird als Hustenstiller bei Reizhusten eingesetzt. Es ist ein Antitussivum. Es hemmt das Hustenzentrum im Gehirn und verringert so die Häufigkeit und Intensität von Hustenstößen. Sein Haupteinsatzgebiet ist daher trockener Reizhusten. Gelegentlich wird Codein auch bei verschleimten Husten verordnet. Dies ist nur sinnvoll bei extrem starkem Hustenreiz vor allem zur Nacht. In jedem Fall darf das Abhusten des Schleims nicht vollkommen unterdrückt werden, sonst nisten sich Erreger in der Lunge ein.
Anwendungsgebiete: Trockener Husten (Reizhusten)
Gegenanzeigen: Eingeschränkte Atemfunktion
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen bei Therapiebeginn, Bei Langzeitanwendung besteht die Gefahr von dem Medikament abhängig zu werden, Verstopfung (Obstipation), Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen weit herabsetzen.
Wechselwirkungen: Codein verstärkt die Wirkung von Beruhigungs- und Schlafmitteln. Vorsicht mit schleimlösenden Medikamenten bei verschleimten Husten: Der Hustenreiz darf nicht vollständig unterdrückt werden damit der gelöste Schleim ausreichend abgehustet werden kann.



Vergleicht man den Inhalt mit dem Medicpack welches noch vor einigen Jahren verwendet wurde fallen schnell die Unterschiede auf - offensichtlicher Schwerpunkt liegt heute beim Verbandmaterial und bei einfacher Traumaausrüstung - Thema „Combat Medic“. Während sich das alte Medicpack auf lange Überlebensfähigkeit konzentrierte und dementsprechend auch komplizierte Traumaausrüstung beinhaltete (z.B. Thoraxdrainage etc) scheint man nun von einer schnelleren Herauslösung bzw. engeren Abbruchrahmen des Einsatzes auszugehen.
Das sieht man auch am Umfang der Medikamente, die sowohl in Ihrer Bandbreite, als auch Anzahl zurückgefahren wurde. Deutlich bemerkt man, daß hier Erfahrungen aus dem tatsächlichen Einsatzalltag eingeflossen sind, Überflüssiges (wie Sam-Splint-Schienen) wurde ersatzlos gestrichen. Die Verbandmittel nehmen jetzt gut doppelt so viel Volumen wie im alten Pack ein; was sich natürlich in einem größeren Gesamtvolumen wiederspiegelt.
 
Das Gesamtgewicht des neuen Packs fällt auch durch die größere Anzahl an Infusionslösungen höher aus.